Eun-Hwa Cho wurde in Busan, Südkorea, geboren. Nach ihrem Studium an der Seoul National University setzte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin in den Fachrichtungen Komposition und Musiktheorie fort. Derzeit ist sie Professorin für Komposition an derselben Hochschule. Ihre Musik umfasst ein breites Spektrum an Stilen, die sowohl in der westlichen Musik als auch in der koreanischen Traditionsmusik verwurzelt sind. Durch die Erforschung des Potenzials koreanischer traditioneller Instrumente und die Neuinterpretation traditioneller Musik in einem neuen Kontext hat sie eine persönliche musikalische Sprache entwickelt, die die kreativen Welten von Ost und West miteinander verbindet, ohne die eigene Tradition zu erdrücken. In Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedener Disziplinen – wie Malerei, Bildhauerei und Tanz – erweitert sie kontinuierlich ihre künstlerischen Horizonte. Eun-Hwa Chos Kompositionen wurden bei zahlreichen Konzerten und Festivals aufgeführt, darunter das Ultraschall Festival Berlin, die Wittener Tage für Neue Kammermusik und die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.
Zu den Orchestern und Ensembles, die ihre Werke zur Aufführung brachten, zählen unter anderem das Modern Art Sextett, das Ensemble Modern, das Ensemble InterContemporain, das Ensemble recherche, das Arditti Quartett, die Tokyo Sinfonietta, das WDR-Orchester, das SWR-Orchester, das DRP-Orchester, das Orchestre National de Belgique, das State Hermitage Orchestra St. Petersburg sowie das Seoul Metropolitan Symphony Orchestra und das KBS Symphony Orchestra. Für ihre Arbeiten wurde sie sowohl in Korea als auch international mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter 2008 der Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, der 1. Preis beim Internationalen Königin-Elisabeth Kompositionswettbewerb in Belgien (ebenfalls 2008) sowie 2014 der Grand Prize des Korea Composition Award, jeweils in beiden Bereichen – koreanische Tradition und westliche Musik.
ermöglicht durch den
Am Schloss Gottesaue 7 · 76131 Karlsruhe
Die Karlsruher Meisterklassen sind in der Regel nicht öffentlich. Interessierte Gäste können im Rahmen verfügbarer Plätze dennoch daran teilnehmen (nur passiv), wenn sie sich rechtzeitig vorher per mail anmelden