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Gemeinsam gegen Diskriminierung, Gewalt und Machtmissbrauch
Gemeinsam für einen respektvollen Campus
Die Hochschule für Musik Karlsruhe ist ein Ort der künstlerischen Freiheit und des vertrauensvollen Miteinanders. Diese Freiheit bedarf eines sicheren Rahmens. Wir tolerieren keinerlei Form von Diskriminierung, sexualisierter Belästigung oder Machtmissbrauch. Wenn Ihre persönlichen Grenzen überschritten wurden oder Sie Zeuge eines Vorfalls geworden sind, finden Sie hier diskrete Hilfe.
Erste Schritte im Ernstfall
- Ruhe bewahren & Sicherheit suchen: Bringen Sie sich aus der unmittelbaren Situation.
- Vertrauliche Erstberatung: Ein Gespräch mit unseren Vertrauenspersonen bleibt absolut vertraulich.
Es werden keine Schritte ohne Ihr explizites Einverständnis unternommen. - Dokumentation: Notieren Sie Vorfälle zeitnah (Wer, Wann, Wo, Was?).
Dies hilft, falls Sie sich später für eine offizielle Meldung entscheiden. (Gedächtnisprotokoll).
Interne Anlaufstellen:
Kontakt
Ansprechperson für Antidiskriminierung:
Prof. Julius Kircher
T 0178 2857644
E julius.kircher@hfm-karlsruhe.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung (K11, 109)
Fragen im Zusammenhang mit Antidiskriminierung
Diese Stelle dient dem Schutz vor Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität (gemäß AGG). Ziel ist es, eine diskriminierungsfreie Lern- und Arbeitsumgebung zu gewährleisten, in der Vielfalt als Stärke gelebt wird.
- Beschwerdemanagement: Entgegennahme und Prüfung von Fällen, in denen sich Hochschulmitglieder ungleich behandelt oder herabgewürdigt fühlen.
- Konfliktlösung: Vermittlung in Diskriminierungsfällen und Erarbeitung von Lösungen zur Wiederherstellung eines respektvollen Miteinanders.
- Beratung der Hochschule: Unterstützung bei der Entwicklung von Maßnahmen, um strukturelle Diskriminierung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Handlungsleitfaden nach § 4a LHG zum Diskriminierungsschutz an der Hochschule für Musik (HfM) Karlsruhe
- Der Handlungsleitfaden der HfM Karlsruhe beschreibt den Umgang mit Diskriminierung, unterstützt deren frühzeitige Erkennung und bietet konkrete Handlungsoptionen.
Ziel ist es, präventiv zu wirken, Konflikte früh zu klären und die Persönlichkeitsrechte aller Hochschulmitglieder zu schützen. - Die Hochschule steht für ein respektvolles, offenes und vertrauensvolles Arbeits-und Studienumfeld, wie es im Leitbild und im Code of Conduct verankert ist. Entsprechende Ansprechpartner der Beschwerdestelle nach AGG §13 sind auf der Seite „Schutz und Hilfe“ aufgeführt.
- Der Handlungsleitfaden gilt für alle Mitglieder der Hochschule und findet insbesondere in den Bereichen Arbeit, Studium, Forschung und Lehre Anwendung. Für Mitarbeiter der Hochschule ist das AGG rechtsbindend. Studierende werden nach AGG §2 Absatz 1 Nummer 7 behandelt.
Formen sexueller Diskriminierung und Gewalt
Sexuelle Diskriminierung ist jedes sexuell gefärbte verbale und/oder nonverbale Verhalten, das beleidigend oder demütigend ist oder als solches empfunden wird. Zum Beispiel:
- Unerwünschte sexualisierte Anspielungen und Handlungen
- Sexuell herabwürdigender Sprachgebrauch
- Entwürdigende und beleidigende Bemerkungen über Personen und/oder deren Körper, die in einen sexuell geprägten Zusammenhang gestellt werden
- Beleidigende Äußerungen über die sexuelle Orientierung von Personen
- Das Einbringen von obszönen und sexuell herabwürdigenden Schriften oder Bildern in die öffentlichen Räume, in dienstlichem oder Ausbildungszusammenhang und im Allgemeinen
- Das Kopieren, Anwenden oder Nutzen obszöner, sexuell herabwürdigender Computerprogramme und Internetseiten auf EDV-Anlagen in Diensträumen oder auf dem Hochschulgelände
- Aufforderung zu sexuellem Verhalten
- Verfolgung und Nötigung auch mit indirektem sexuellen Hintergrund
- Bedrängung, Stalking, körperliche Übergriffe bis hin zu Vergewaltigung
Kontakt
Ansprechpersonen für Fragen im Zusammenhang mit sexueller Belästigung:
Prof. Dr. Arabella Pare
E arabella.pare@hfm-karlsruhe.de
Prof. Julius Kircher
E julius.kircher@hfm-karlsruhe.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung (K11, 109)
Sexuelle Belästigung und Gewalt
Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt erfolgen verbal, nonverbal oder körperlich und können Menschen am Arbeitsplatz, Studienort oder privat treffen. Sie verletzen Persönlichkeitsrechte und beruhen oft auf Machtmissbrauch. Die Hochschule für Musik Karlsruhe schützt Betroffene, berät bei Vorkommnissen und sanktioniert Fehlverhalten. Lehrkräfte tragen besondere Verantwortung für Respekt, Distanz und klare Grenzen.
- Krisenintervention: Sofortige, diskrete Beratung bei Belästigung, Stalking oder Übergriffen im Hochschulkontext.
- Aufklärung: Information über die Rechte der Betroffenen und die möglichen formalen Schritte (z. B. Einreichen einer offiziellen Beschwerde).
- Prävention: Sensibilisierung der Fachbereiche für die Wahrung der professionellen Distanz im künstlerischen Einzelunterricht.
Kontakt
Vertreter der Studierenden (AStA)
Ayano Miura
E asta@hfm-karlsruhe.de
Vertretung der Studierenden (AStA)
Die studentische Vertretung ist die erste Anlaufstelle „auf Augenhöhe“. Sie dient als geschützter Raum für Studierende, um Sorgen oder Vorfälle zunächst im vertrauten Kreis der Mitstudierenden zu besprechen. Der AStA fungiert hier als Brücke zwischen der Studierendenschaft und der Hochschulleitung.
- Erstberatung: Niederschwellige Unterstützung bei Konflikten im Studienalltag oder mit Lehrenden.
- Begleitung: Auf Wunsch Begleitung zu offiziellen Gesprächen oder Beratungsterminen bei der Hochschulleitung oder den Beauftragten.
- Interessenvertretung: Einbringen von studentischen Perspektiven in die Präventionsarbeit der Hochschule.
Kontakt
Ansprechpartnerinnen in der Musikergesundheit
Dr. med. Petra Vöhringer
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Betriebsmedizin
E voehringer@kronenpraxis.de
Prof. Dr. med. Benita Kuni
Orthopädie, bei Anmeldung als Studierende*r der HfM Bevorzugung bei Terminen
E benita@kuni.org
Musikermedizin
Musikerinnen und Musiker sollten anatomische und neurophysiologische Grundlagen kennen, da ihre Karriere Körper, Geist und Seele stark belastet. Wichtig sind Tonusregulierung, gute Haltung und effektive Übestrategien, um Überlastung zu vermeiden. Frühzeitige Prävention im Studium sowie mentales Training, Entspannung, Atemregulierung und der Umgang mit Lampenfieber sind essenziell.
Kontakt
Gleichstellungsbeauftragte
Marianne Berglöf (Gleichstellungsbeauftragte)
E marianne.bergloef@hfm-karlsruhe.de ·
E gleichstellungsbeauftragte@hfm-karlsruhe.de
Stellvertretung
Wiebke Eckstein (Stellv. Gleichstellungsbeauftragte)
E gleichstellungsbeauftragte@hfm-karlsruhe.de
Prof. Maximilian Richter
E gleichstellungsbeauftragte@hfm-karlsruhe.de
Gleichstellung & Chancengerechtigkeit
Fragen im Zusammenhang mit der Gleichstellung
Die Gleichstellungsbeauftragten sind das gesetzlich verankerte Organ zur Sicherstellung der Chancengerechtigkeit. Ihr Zweck ist es, die Interessen aller Geschlechter in der Hochschulpolitik zu vertreten und darauf zu achten, dass niemand aufgrund des Geschlechts benachteiligt wird. Sie sind beratende Mitglieder in den wichtigsten Entscheidungsgremien.
- Qualitätssicherung: Überwachung des Frauenförderplans und der gesetzlichen Gleichstellungsquoten.
- Gremienarbeit: Teilnahme an Berufungsverfahren und Kommissionssitzungen, um eine faire und unvoreingenommene Auswahl von Personal sicherzustellen.
- Impulsgeber: Initiierung von Projekten zur Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Lehre und der künstlerischen Praxis
Macht und Verantwortung
Die Hochschulrektorenkonferenz hat sich 2024 mit dem Thema Machtmissbrauch beschäftigt. Sie hat sechs Maßnahmen formuliert, denen sich die Hochschule für Musik Karlsruhe verpflichtet fühlt.
- Positionspapier der „Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen“ (RKM) zum Umgang mit Machtmissbrauch an Musikhochschulen vom 13.05.24
https://die-deutschen-musikhochschulen.de/presse/ - Positionspapier
https://die-deutschen-musikhochschulen.de/wp-content/uploads/Positionspapier_Machtmissbrauch_der-RKM.pdf - Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu Maßnahmen gegen Machtmissbrauch, verabschiedet bei der 38. HRK-Mitgliederversammlung am 14.5.2024
https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/macht-und-verantwortung/
Die Hochschule für Musik Karlsruhe hat sich im Mai 2026 an der wissenschaftlichen Studie zu Machtmissbrauch an deutschen Musikhochschulen des unabhängigen Forschungsinstituts IPP München beteiligt.
Kontakt
Michaela Spandau
T 0711 6 735 370
E vertrauensanwaeltin-mwk@rechtsanwaelte-js.de
Vertrauensperson des Ministeriums
Michaela Spandau ist die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg bestellte, externe Vertrauensanwältin. Von ihr können Sie eine juristische Erstberatung im Falle sexualisierter Diskriminierung, sexueller Belästigung und Gewalt erhalten, auch anonym und mit anwaltlicher Verschwiegenheit.
Externe Anlaufstellen
Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V.
H https://themis-vertrauensstelle.de/
E beratung@themis-vertrauensstelle.de
Telefonische Sprechstunde
(Mo, Mi, Do: 10:00 - 12:00 Uhr / Mi, Do: 15:00 - 17:00 Uhr): 030 23 63 20 20
Termine nach Vereinbarung
(Mo - Fr 10:00 - 15:00 Uhr): 030 23 63 20 210
Psychotherapeutische Beratungsstelle für Studierende (PBS) Karlsruhe
A Rudolfstraße 20, 76131 Karlsruhe
T 0721-9.33.40.60
E pbs@sw-ka.de
Anmeldung: Mo-Fr 9.00-12.00 Uhr
Aus organisatorischen Gründen werden Termine ausschließlich telefonisch oder persönlich vereinbart.