Code of Conduct der Hochschule für Musik Karlsruhe

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Schlagzeug

Ansprechparter:innen

Gleichstellungsbeauftragte
Dr. Marianne Berglöf (Gleichstellungsbeauftragte)
E marianne.bergloef@hfm.eu oder gleichstellungsbeauftragte@hfm.eu

Wiebke Eckstein (Stellv. Gleichstellungsbeauftragte)
E eckstein@hfm.eu oder gleichstellungsbeauftragte@hfm.eu

Prof. Maximilian Richter (Stellv. Gleichstellungsbeauftragte)
E richter@hfm.eu oder gleichstellungsbeauftragte@hfm.eu

 

Ansprechperson für Fragen im Zusammenhang mit sexualisierter Belästigung, Diskriminierung
und Gewalt
Prof. Dr. Arabella Pare
E pare@hfm.eu

Ansprechperson für Antidiskriminierung und für Fragen im Zusammenhang mit sexualisierter
Belästigung, Diskriminierung und Gewalt
Prof. Julius Kircher
T 0178 2857644
E kircher@hfm.eu

Studierendenvertretung - ASTA
E asta@hfm.eu

Hochschulleitung
Prof. Dr. Matthias Wiegandt
T 0721-66.29-270
E wiegandt@hfm.eu

 

Externe Beratung für Studierende und Lehrende für die Themen sexualisierte Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Gewalt 

Michaela Spandau, Vertrauensanwältin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg (MWK)
T 0711 6 735 370
E vertrauensanwaeltin-mwk@rechtsanwaelte-js.de

Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studierendenwerks 
H https://www.sw-ka.de/de/beratung/psychologisch/  
E pbs@sw-ka.de

 

Verhaltenskodex - Code of Conduct der Hochschule für Musik Karlsruhe


Leitgedanke

Im Einklang mit dem Leitbild der Hochschule für Musik stehen wir, alle Mitglieder, Angehörigen und weiteren Lehrenden unserer Hochschule, für diesen Code of Conduct ein. Wir wollen aktiv zu wirksamen, konstruktiven und sicheren Arbeits- und Studienbedingungen beitragen. Dafür brauchen wir ein förderliches, respektvolles und wertschätzendes Miteinander auf der Basis gemeinsamer Werte. Es ist Aufgabe aller, diese ständig aktiv zu bewahren und zu schützen.


Dafür stehen wir ein

Gemeinsame Verantwortung
Wir schaffen gemeinsam eine respektvolle und wertschätzende Lern- und Arbeitsumgebung, die auf gemeinsam getragenen Grundsätzen beruht. Alle Hochschulangehörigen behandeln einander respektvoll, äußern Kritik sachlich und gehen verantwortungsvoll mit Machtpositionen um. Abwertende, einschüchternde oder herabwürdigende Kommunikation lehnen wir ab – auch im künstlerischen oder pädagogischen Kontext.
Wir wünschen uns eine offene und positive Diskussions- und Fehlerkultur. Unterschiedliche Haltungen und Meinungen respektieren wir und bemühen uns, Konflikte konstruktiv zu lösen.

Vielfalt
Wir verstehen Diversität als zentrale Ressource einer zukunftsfähigen Organisation und Gesellschaft und begegnen Neuem mit Offenheit und Kooperationswillen. Wir verwenden bewusst eine sensible/wertschätzende Sprache und schätzen jede Form von Perspektivenvielfalt, auch in der Zusammenarbeit verschiedener Fächer. Vielfalt bedeutet für uns auch, unterschiedliche Lebensrealitäten, körperliche Voraussetzungen und kulturelle Hintergründe in der Lehre, der Zusammenarbeit und bei Leistungsbewertung zu berücksichtigen. Diskriminierende Stereotypisierungen – auch in humorvoll gemeinter Form – lehnen wir ab.

Selbstreflexion und offene Kommunikation
Wir pflegen einen respektvollen Umgang miteinander, stehen ein für eine ehrliche und transparente Kommunikation und übernehmen dafür Verantwortung. Dabei sind wir uns bewusst, dass die Wirkungen unserer Worte und Handlungen nicht immer unseren Absichten entsprechen. Eine Vertrauenskultur und Offenheit bilden die Basis unserer täglichen Arbeit.
Wir arbeiten gemeinsam an der Überwindung von Vorurteilen, Stereotypen und struktureller Diskriminierung. Wir sind uns bewusst, dass diese auch unbewusst entstehen können.

Schutz der Persönlichkeit
Wir unterstützen die individuelle Entfaltung und persönliche wie berufliche Weiterentwicklung aller Hochschulangehörigen. Dabei achten wir insbesondere auf das Recht der freien Meinungsäußerung und Wahrung der Persönlichkeitsrechte, des Datenschutzes und der Privatsphäre.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung
Wir befassen uns mit Themen von gesellschaftlicher und künstlerischer Relevanz und suchen dazu auch den Austausch und die Kooperation mit anderen Interessierten.

Wir gehen bewusst und sorgsam mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen um und achten auf ein gepflegtes Erscheinungsbild des Campus. Insbesondere streben wir einen nachhaltigen und klimagerechten Umgang mit allen im Hochschulalltag genutzten Ressourcen an.

So wollen wir miteinander Arbeiten
Das Miteinander an der Hochschule für Musik Karlsruhe findet in verschiedenen Unterrichtsformaten statt, in der fachlichen Zusammenarbeit, in der Gremien- und Kommissionsarbeit, in der Verwaltung, sowie allen Einrichtungen und Bereichen der Hochschule. Wir wissen, dass einige dieser Begegnungsfelder sich durch spezifische Herausforderungen auszeichnen, die einer besonderen Sensibilität bedürfen.

Im Einzel- und Kleingruppenunterricht und der individuellen Betreuung von Studierenden kommt es oft zu einer persönlich engen Beziehung zwischen Lehrpersonen und Studierenden. Lehrende tragen aufgrund ihres Rollen- und Abhängigkeitsverhältnisses eine besondere Verantwortung. Körperliche Berührungen sind nur zulässig, wenn sie fachlich zwingend erforderlich, angekündigt, einvernehmlich und das geäußerte Einverständnis der Studierenden jederzeit widerrufbar ist. Private oder sexualisierte Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden, zu denen ein Abhängigkeitsverhältnis besteht, lehnen wir ab. Im Einzel- und Kleingruppenunterricht und der individuellen Betreuung von Studierenden unterstützen wir eine respektvolle und offene Lehr- und Lern-Atmosphäre.

Fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie die Arbeit in Verwaltung, Bibliothek und technischem Dienst setzen eine konstruktive Begegnung auf Augenhöhe voraus. Unsere Aufmerksamkeit liegt dabei darauf, dass sich alle Beteiligten gesehen und wertgeschätzt fühlen.

Wir wollen eine Atmosphäre, in der alle Beteiligten gehört werden und ihre Meinung frei äußern können. Dies setzen wir für eine erfolgreiche und zielführende Gremien- und Kommissionsarbeit voraus.

 

Wir lehnen folgendes Verhalten ab

Diskriminierung
Wir stellen uns gegen Verhalten und Äußerungen, die die Würde von Personen angreifen. Wir arbeiten darauf hin, dass keine Person benachteiligt wird aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, sexueller Orientierung, Alter, Sprache, sozialer Stellung, beruflichem Status, Lebensform, religiöser, weltanschaulicher oder politischer Überzeugung sowie körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung.

Sexuelle Belästigung
Entsprechend § 3 Absatz 4 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) verstehen wir unter sexueller Belästigung ein sexuell bestimmtes Verhalten, das von der betroffenen Person als unerwünscht, übergriffig oder entwürdigend empfunden wird – unabhängig von der Intention der handelnden Person.
Wir lehnen anzügliche, demütigende oder verächtliche Bemerkungen und Handlungen ab, akzeptieren keine Zurschaustellung und Verbreitung von pornografischem Material und keinen unerwünschten Körperkontakt oder das Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses.

Mobbing
Wir lehnen Verhalten ab, das Personen systematisch diskreditiert und isoliert oder darauf abzielt, sie von ihrer Position oder aus dem Studium zu verdrängen. Dazu gehören gezielte Herabsetzung, Ausgrenzung, missbräuchliche Anschuldigung, Kooperationsverweigerung oder die Zuteilung von kränkenden Aufgaben.

Bedrohung und Gewalt
Wir lehnen jedes Verhalten ab, mit dem Personen psychisch oder physisch bewusst verletzt oder solche Verletzungen in Kauf genommen werden. Dazu zählen verbale oder nonverbale Kränkungen, Erniedrigungen, Beschimpfungen, Drohungen oder das willentliche und beharrliche Verfolgen einer Person im Internet (Cybermobbing) oder im realen Leben (Stalking).

Prävention
Die Hochschule ergreift sensibilisierende und präventive Maßnahmen, um eine Kultur des gegenseitigen Respekts und wertschätzenden Miteinanders zu unterstützen. Dazu gehören Informationsveranstaltungen, Beratung und spezifische Weiterbildungsangebote für alle Personen der Hochschule.
Die Hochschule schützt ihre Studierenden und Mitarbeitenden mit geeigneten Maßnahmen vor Diskriminierung, sexueller Belästigung, Mobbing, Drohung und Gewalt, zum Beispiel durch Sensibilisierung, Weiterbildung oder Beratung. Gemeldete Vorfälle werden ernstgenommen.
Wir ermutigen alle Mitarbeitenden und Studierenden, sich aktiv für diese Verhaltensvorsätze einzusetzen und Verstöße nicht hinzunehmen. Soweit es möglich ist – und die betroffenen oder beobachtenden Personen dazu in der Lage sind – ermutigen wir diese, der entsprechenden Person unmissverständlich mitzuteilen, dass sie deren Verhalten als Belästigung empfinden und die Person aufzufordern, das entsprechende Verhalten zu unterlassen. Ein direktes Ansprechen ist freiwillig und keine Voraussetzung für Unterstützung oder eine Meldung. Niemand ist verpflichtet, grenzverletzendes Verhalten selbst zu klären.
Sollte ein direktes Gespräch nicht möglich sein, die betroffene oder beobachtende Person sich dazu nicht in der Lage fühlen oder ein solches Gespräch zu keiner Verhaltensänderung führen, kann sie umgehend bei den im folgenden benannten Ansprechpersonen um Unterstützung bitten. Diese behandeln alle Anfragen vertraulich und sind verpflichtet, den Vorwürfen entsprechend den Bedürfnissen der Betroffenen nachzugehen.