Prof. Uwe Kremp

Akademischer Mitarbeiter (Academic staff)
Gehörbildung
Musiktheorie
Fachgruppe 1: Komposition, Musiktheorie, Musikpädagogik, Musikwissenschaft, Musikinformatik, Musikjournalismus (Composition, music theory, music education, musicology, music informatics and music journalism Department)
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Portrait von Uwe Kremp (c) Katrin Lautenbach
© Katrin Lautenbach

Uwe Kremp, Jahrgang 1964, studierte an der Hochschule für Musik in Karlsruhe zunächst Gitarre bei Wilhelm Bruck, dann Komposition/Musiktheorie bei Mathias Spahlinger und Wolfgang Rihm. Er erhielt verschiedene Stipendien (Darmstädter Ferienkurse, Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR, Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg, Herrenhaus Edenkoben) und war unter anderem Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Landeshauptstadt Stuttgart und beim Günter-Bialas-Wettbewerb für Neue Kammermusik in München. Wichtige künstlerische Impulse verdankt er außerdem seiner Begegnung mit dem ungarischen Komponisten und Dirigenten Péter Eötvös.

Er unterrichtet Musiktheorie und Gehörbildung an den Musikhochschulen in Karlsruhe (seit 1993) und Trossingen (seit 2011) und war von 1995 bis 1999 außerdem Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Karlsruhe. Darüber hinaus ist er freischaffend tätig als Komponist und Gitarrist. 2015 wurde ihm von der Karlsruher Musikhochschule der Titel eines Honorarprofessors verliehen.

Von 1985 bis heute entstanden über 60 Kompositionen für unterschiedlichste Besetzungen vom Tonbandstück bis zum Orchester mit einem Schwerpunkt auf individuell besetzten Solistenensembles. Seit 1987 Aufführungen seiner Musik im In- und Ausland, Sendungen durch diverse Rundfunkanstalten (SDR, SWF, SWR, HR, DLF u. a.) und Teilnahme an verschiedenen Festivals (NYYD Tallinn, AUT Århus, ECLAT Stuttgart, EUROPÄISCHE KULTURTAGE Karlsruhe, EXTRAKT Edenkoben, TAGE FÜR NEUE MUSIK Darmstadt, ZEITGENUSS Karlsruhe, NMIF Jeber-Bergfrieden).

Neben abgewandter schreibt er gelegentlich auch angewandte Musik. So entwickelte er in Zusammenarbeit mit dem Ensemble 9. November Frankfurt bisher vier Theatermusikprojekte, die inzwischen rund 70 Aufführungen erlebten inklusive einer Gastspielreise nach Russland. Für eine praktische Ausgabe von Mozarts Konzertarien durch Thomas Seedorf, die 2013/14 in fünf Bänden bei Bärenreiter erschien, schrieb er zahlreiche Ausführungsvorschläge für Kadenzen, Eingänge und Reprisenverzierungen.

Seit 2022 gehört er zusammen mit Markus Hechtle und Anna-Maria Steiner zum Leitungsteam des R!SK-Festivals, das alle zwei Jahre an der Karlsruher Musikhochschule stattfindet und ein von Studierenden selbst entwickeltes und organisiertes Forum für alles Neue und Andere darstellt. Im Rahmen von R!SK 2024 fand die Uraufführung seiner „Sinfonia concertante“ statt für zwei Solisten mit Klangplastiken des Karlsruher Bildhauers Klaus Gündchen und einem Ensemble aus Studierenden der Musikhochschule unter Leitung von Tobias Drewelius.

2026 ist er Komponist des Jahres beim Frankfurter Verlag Chili Notes, in dessen Auftrag gerade sein neuestes Stück für zwei Saxophone entsteht.