1. und 2. Preis beim Internationalen Lied-Wettbewerb „Bolko von Hochberg“

4. Juni 2026
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Bierweiler, Katharina 2026 © Dr. Anastasiya Bierweiler
Liedduo Katharina Bierweiler (Mezzosopran) Jyri Mishukov (Klavier) © Dr. Anastasiya Bierweiler

Beide Spitzenplätze beim Internationalen Lied-Wettbewerb „Bolko von Hochberg“ belegen Duos mit Studierenden bzw. Alumni der HfM Karlsruhe. Der erste Preis geht an das Duo mit dem chinesischen Bass-Bariton Bo Wang und Yuriko Watanabe am Klavier. Die beiden dürfen sich über eine Preisgeld in Höhe von 6.000 € freuen. Zu erleben ist dieses Duo im Schloss Gottesaue beim Solistenexamen von Yuriko Watanabe an diesem Samstag. 

Den zweiten Preis und 4.000 € Preisgeld erhalten die Mezzosopranistin Katharina Bierweiler (Bachelor, 7. Semester aus der Klasse von Prof. Christiane Libor und Prof. Stephan Klemm) mit dem Alumnus Jyri Mishukov, der sein Solistenexamen Liedgestaltung Klavier in der Klasse von Prof. Hartmut Höll gemacht hat. 

Der Internationale Lied-Wettbewerb „Bolko von Hochberg“ bietet jungen SängerInnen & PianistInnen (Duos) mit Schwerpunkt klassisches Kunstlied die Möglichkeit, ihr Talent vor einer Expertenjury zu präsentieren und sich mit Gleichgesinnten aus aller Welt in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec zu treffen. Neben Geldpreisen bekommen Preisträger und Finalisten die Chance, an Konzerten in Sachsen und Polen teilzunehmen. Der Lied-Wettbewerb ist als deutsch-polnisches und europäisches Kooperationsprojekt konzipiert und findet alle zwei Jahre in der Grenzregion statt. Jury und Partnerinstitutionen verbinden die beiden Nachbarländer Deutschland und Polen.

Bo Wang, Bass-Bariton aus China, inzwischen auch an der Wiener Staatsoper zu Gast, studierte von 2018 bis 2023 am Zhejiang Conservatory of Music (ZJCM) bei Prof. Wei­long Tao. Derzeit absolviert er sein Masterstu­dium an der Hoch­schu­le für Mu­sik Hanns Eisler Berlin, wo er von Kammersänger Prof. Ro­man Tre­kel be­treut wird. 2025 gewann er gemeinsam mit Yuriko Watanabe beim 12. Internationalen Gesangswettbewerb Stanisław Moniuszko den »Dublin Song Series Prize« für die beste Liedinterpretation, verbunden mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Lie­derabend in Dublin (Irland) in der Sai­son 2026/27.

Yuriko Watanabe, in Tokio geboren und früh nach London gezogen, wurde mit 13 Jahren an der Purcell School of Music aufgenommen und mit einem Stipendium des britischen Music and Dance Scheme gefördert. Nach ihrem Bachelorabschluss in Schulmusik an der Universität Tokio Gakugei setzte sie ihre Ausbildung im Masterstudium Soloklavier an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fort, ergänzt durch ein ERASMUS+ Jahr an der Ferenc-Liszt-Musikakademie in Budapest. Derzeit studiert sie im Konzertexamen Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Dr. h.c. Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. 
Als „ausdrucksstarke Pianistin" (Stuttgarter Zeitung) wurde sie von Thomas Hampson im Rahmen der Liedakademie des Heidelberger Frühlings gefördert. 2023 und 2024 war sie Teilnehmerin des SongStudios von Renée Fleming an der Carnegie Hall New York. 2024 folgte die Einladung als Stipendiatin des Britten Pears Young Artist Programme mit Susan Manoff und Véronique Gens in Aldeburgh. 
Sie ist Preisträgerin renommierter Wettbewerbe, darunter der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau, der 13. Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart, International Chinese Artsong Competition Shanghai, Mirjam Helin international singing competition, der Concours Musical international de Montréal und 12. International Stanislaw Moniuszko Competition in Warschau. Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitet Yuriko Watanabe an den Musikhochschulen in Weimar und Freiburg.

Katharina Bierweiler (*2004) ist eine deutsche Mezzosopranistin. Sie ist Stipendiatin der Liedakademie des Heidelberger Frühlings 2024/25, des Deutschlandstipendiums 2024–2026, der Riemschneider-Stiftung, der Dönkendorf-Förderung 2026 und des Talentförderungsprogramms „Lied the Future 2026“, eine Initiative der Franz-Schubert-Gesellschaft, welche von der Banc Sabadell Foundation und der Ferrer Music Foundation unterstützt wird.
Mit 17 begann sie ihr Jungstudium an der HfM Karlsruhe, wo sie seit 2023 BA Operngesang (Klasse Prof. Libor/Klemm) studiert. Sie ist vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 2. Preis des III. Lied Wettbewerbs „Bolko von Hochberg“ 2026, dem 2. Preis und Ehrbar-Preis beim Internationalen Helmut-Deutsch-Liedwettbewerb 2025 (Wien), dem 1. Preis der Junior Charles Wood Song Competition 2025 sowie dem Fritz-Wunderlich-Förderpreis 2025. Engagements führten sie u. a. als Flora (The Turn of the Screw) nach Brüssel und Freiburg. In der Spielzeit 2025/26 singt sie Sœur Mathilde (Dialogues des Carmélites/Poulenc) sowie Gräfin Ceprano/Page (Rigolett/Verdi) am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Liedgestaltung prägt ihre Arbeit ebenso wie Meisterkurse bei Hartmut Höll, Susan Manoff, Thomas Hampson und KS Brigitte Fassbaender.

Jyri Mishukov begann sein Klavierstudium am Joensuu Konservatorium, bevor er an der Sibelius-Akademie in Helsinki in der Klasse von Juhani Lagerspetz anfing. Im Studienjahr 2016–2017 studierte er als Austauschstudent in Berlin bei Prof. Birgitta Wollenweber und Prof. Konrad Maria Engel an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Nach seinem Abschluss an der Sibelius-Akademie begann Mishukov sein Liedstudium im Konzertexamen-Studiengang bei Prof. Hartmut Höll und Prof. Dr. h.c. Mitsuko Shirai an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Darüber hinaus ergänzte Mishukov sein Liedstudium durch die Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen, zB. bei der Deutschen Liedakademie Trossingen, der Savonlinna Music Academy sowie bei Brigitte Fassbaender, Anne Sofie von Otter, Christoph Prégardien, Anne Le Bozec, Bernarda Fink, Richard Stokes und Wolfgang Holzmair. Im Mai 2024 wurde er für das „Young Artists“ -Projekt des Zeist International Liedfestivals ausgewählt. Im Jahr 2026 wurde er mit dem 2. Preis des III. Lied Wettbewerbs Bolko von Hochberg 2026 und 2025 mit dem 2. Pianistenpreis des Internationalen Helmut Deutsch Liedwettbewerbs in Vienna ausgezeichnet. Mishukov wurde mit einem Stipendium für die Teilnahme am Talentförderprogramm Lied the Future 2026 ausgezeichnet, einer Initiative der Franz-Schubert-Gesellschaft, die von der Banc Sabadell Foundation und der Ferrer Music Foundation unterstützt wird. Mishukovs Studium und künstlerische Arbeit wurden durch zahlreiche renommierte Stipendien gefördert, darunter von der Pro Musica-, der Sibelius Akademie-, der Finnischen Kultur-, der Martin Wegelius- und der Jenny & Antti Wihuri-Stiftung. Er ist außerdem Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now und Brahms Gesellschaft Baden-Baden.