1. Preis beim Toru Takemitsu Composition Award in Tokyo

14. Juli 2026
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Choi, Jaehyeok_Takemitsu Wettbewerb 2026
v.l.n.r.: Kenshi Matsuo (3. Preis), Jaehyeok Choi (1. Preis), Jörg Widmann (Jury), Ziyi Tao (2. Preis), Zhehe Cui (4. Preis) © Michiharu Okubo

Jaehyeok Choi Master-Student in der Kompositionsklasse von Prof. Markus Hechtle hat den 1. Preis des Toru Takemitsu Composition Award in Tokyo gewonnen. 

Jörg Widmann, Jury, über das prämierte Werk: Jaehyeok Chois „Supernova für Orchester“ ist ein fast schon klassisches Beispiel für eine äußerst nuancierte, sorgfältig ausgearbeitete Orchestrierung und Instrumentierung. Was hier am meisten auffällt, sind die Logik und die Konsistenz der Struktur. Das Stück hält konsequent an einem einzigen Motiv von aphoristischer Prägnanz fest – einer kleinen, ursprünglichen musikalischen Zelle. Es ist gewissermaßen eine Hommage an den reinen Klang und die Struktur selbst. 

Jaehyeok Choi wurde 1998 in Cheonan, Südkorea, geboren. Er ist ein Komponist, dessen Musik die inneren Dimensionen der menschlichen Existenz und sozialer Konflikte erforscht. Er studierte Komposition bei Professor Jaemoon Lee an der Chung-Ang-Universität, wo er seinen Bachelor of Music erwarb. Seine Werke rekonstruieren die Wunden und Erinnerungen unserer Zeit durch raffinierte Strukturen und zarte Klanglandschaften und reflektieren dabei grundlegende Fragen des Seins. Seine Musik wurde vom Ensemble Wiro, dem Seogwipo-Blasorchester und dem Busan City Choir aufgeführt. Choi behandelt Themen wie Krieg, Isolation und Solidarität in vielfältigen Besetzungen. Zu seinen bemerkenswerten Werken zählen „New Cold War“, „Irreconcilable“ und „Arirang“.