Biografie
Angelika Luz war nach ihrer Ausbildung an der HMDK Stuttgart als Koloratursopranistin u.a. am Landestheater Salzburg, Opernhaus Zürich, Staatsoper Hamburg, Staatstheater Karlsruhe, Deutsche Oper Berlin und an der Volksoper Wien engagiert. Neben dem klassischen Opernrepertoire und Mozartpartien wie Konstanze/Entführung, Königin der Nacht/Zauberflöte sang sie u.a. Monteverdis Poppea/ L´incoronazione di Poppea oder Jomellis Teti/Fetonte sowie Opern- Uraufführungen u.a. von Brian Ferneyhough, Adriana Hölszky und Klaus Lang. Von 2000-2007 war sie den Neuen Vocalsolisten in kammermusikalischer, musiktheatralischer und experimenteller Arbeit verbunden.
Als Solistin arbeitete sie mit Orchestern und Kammermusikensembles wie Ensemble Modern, ensemble recherche oder dem Klangforum Wien. Ihre Solo-Programme reichen von den ,Klassikern‘ Berio, Cage und Nono bis zu den Uraufführungen der jüngsten Komponist*innen-Generation. Auftritte bei Ars musica Brüssel, Festival d´Automne Paris, Steirischer Herbst Graz, Wien modern, Festival Ultima Oslo, Musikbiennale Venedig, Warschauer Herbst, Éclat Stuttgart, Berliner Festwochen, März-Musik Berlin, Ruhr-Triennale, Ludwigsburger Schlossfestspielen und vielen weiteren Musikfestivals.
Sie realisierte über 150 Uraufführungen sowie zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen.
Darunter befinden sich u.a.: L. Nono Canciones a Guiomar (WER 6631-2),
L. Nono Der rote Mantel (WER 667-2), B. A. Zimmermann Omnia tempus habent (WER 6671 2), H. Zender ¿adonde? wohin? (WER 7336 2), A. Hölszky ROSES OF SHADOW (Neuklang).
2007 -2022 leitete sie als Professorin den Studiengang Master Neue Musik/Gesang an der HMDK Stuttgart und 2011-2022 übernahm sie dort die Leitung des „Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater“.
Als Dramaturgin und Regisseurin hat Angelika Luz über 50 Produktionen in Museen, Kirchen, Konzertsälen, Theatern, Gasthäusern oder im öffentlichen Raum erarbeitet. Diese reichen vom Genre der klassischen Oper bis zu freien szenischen Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Inszenierungen, die Musik, Stimme, Szene, Licht, Sprache, Multimedia, Tanz, Düfte oder Figurenspiel in Verbindung setzen.
Meisterklassen zu contemporary music, vocal arts, improvisation, acting und Szenische Projekte führten sie an das Mozarteum Salzburg, die Universitäten und Musikhochschulen Dresden, Freiburg, KUG Graz, Halle, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Luzern, Stockholm, Tilburg, sowie an das Opernstudio Hamburg, dem Melos Collective u.a.
Interaktive Vorträge u.a. mit den Themen: Türen auf: Neue Musik für Stimme, Neue Vokalmusik- Interpretation und Improvisation, Szenisches Musizieren mit Alter und Neuer Musik u.a. beim Bundeskongress Deutscher Gesangspädagogen, Goethe-Institut Stockholm, Heidelberger Frühling, Uniklinik Würzburg, Freiburger Institut für Musikermedizin.
Daneben ist sie regelmäßig Jurorin bei internationalen Wettbewerben. Seit 2022 leitet sie das Sprechensemble der Akademie für gesprochenes Wort, Stuttgart. In jüngster Zeit arbeitet sie vermehrt als Vokal- Performerin, die mit ihrer Vokalkunst improvisatorisch mit künstlerischen Objekten, architektonisch gestalteten Bauwerken oder Naturformationen in Dialog tritt.
www.angelika-luz.de
Am Schloss Gottesaue 7 · 76131 Karlsruhe
Die Karlsruher Meisterklassen sind in der Regel nicht öffentlich. Interessierte Gäste können im Rahmen verfügbarer Plätze dennoch daran teilnehmen (nur passiv), wenn sie sich rechtzeitig vorher per mail anmelden