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2. Internationaler Wettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts entschieden

 

Sopranistin Marion Grange und der Pianist Ambroise de Rancourt

Den ersten Preis gewannen die französische Sopranistin Marion Grange und der Pianist Ambroise de Rancourt

 

Am Sonntag endete der „2. Internationale Wettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts“ an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Er stand unter dem Motto „... es sind noch Lieder zu singen“, ein Zitat aus dem Gedicht „Fadensonnen“ von Paul Celan. Der Wettbewerb machte in besonderer Weise mit Liedwerken bekannt, die im Musikbetrieb unserer Tage im Schatten der großen romantischen Liedzyklen stehen. Er war den Komponisten Paul Hindemith, Hermann Reutter und Viktor Ullmann gewidmet. Unter den 24 Anmeldungen befanden sich viele ausländische Duos, was angesichts des überwiegend deutschsprachigen Repertoires besonders erfreulich ist.

Der Wettbewerb bestand aus drei Runden, war öffentlich und stieß auf großes Interesse bei Freunden der Liedkunst. An der Finalrunde am Sonntag nahmen noch sechs Liedduos teil. Viele der Lieder widmen sich den Themen Verzweiflung und Tod. Für das Finale hatten sich manche Duos aber auch Liebeslieder nach Texten von Ricarda Huch aufgespart, wie „O schöne Hand“ von Viktor Ullmann, das von drei der verbliebenen sechs Duos interpretiert wurde. Über den dritten Preis mit 4.000 € können sich Elisabeth von Stritzky, Sopran, und Tobias Koltun, Klavier, freuen. Einen zweiten Preis in Höhe von 6.000 € dachte die Jury dem aus Litauen stammenden Bariton Modestas Sedlevičius und der Pianistin Anna Anstett zu. Den ersten Preis gewannen die französische Sopranistin Marion Grange und der Pianist Ambroise de Rancourt, die bereits seit fünf Jahren ein festes Liedduo bilden. Die beiden erhalten ein Preisgeld von 12.000 €. Jurymitglieder waren die Sopranistin Klesie Kelly-Moog, die an den Musikhochschulen in Köln und Frankfurt unterrichtet, der aus Boston stammende und in Trossingen lehrende Liedpianist Peter Nelson, und Matthias Alteheld, Professor für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik in Freiburg. Die Juryvorsitzende Klesie Kelly-Moog lobte, dass das Niveau „sehr, sehr hoch“ war und betonte, dass „alle gewonnen haben, denn sie haben eine ganz neue musikalische Welt kennen gelernt“.

 

 

 

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